über Amazon KDP Bücher verkaufen

Amazon Business mit wenig Aufwand betreiben: Diese Aufgaben outsourcen

Viele Menschen würden gerne angemessener für ihre Leistungen bezahlt werden oder nebenberuflich etwas dazuverdienen, um finanziell besser aufgestellt zu sein. Laut dem Stepstone Gehaltsreport ist rund jeder zweite deutsche Arbeitnehmer mit seinem Gehalt eher unzufrieden. Das Problem, Gehaltserhöhungen liegen zeitlich meist weit auseinander und verändern die finanzielle Situation nur geringfügig. Wird man befördert, verdient man zwar spürbar mehr, nimmt aber oft längere Arbeitszeiten und mehr Verantwortung (Stressbelastung) in Kauf. Die optimale Lösung wäre also ein zusätzlicher Nebenverdienst mit Wachstumspotenzial, dessen Betrag nicht 1:1 von der investierten Arbeitszeit abhängt.

Die gute Nachricht ist, mit der Gründung eines Nebengewerbes ist genau das möglich. Aber geht das auch, wenn man zeitlich bereits voll ausgelastet ist? Natürlich muss zu Beginn einer Geschäftstätigkeit erstmal Zeit investiert werden, bevor man einen finanziellen Ertrag generiert. Wer wenig Zeit hat, kann jedoch auf Geschäftsbereiche zurückgreifen, deren operatives Geschäft größtenteils an Dienstleister, Freelancer oder Tools abgegeben werden kann. Damit das optimal funktioniert, sollte man sich entweder etwas Startkapital ansparen oder über einen monatlichen finanziellen Überschuss verfügen. Arbeitet man Vollzeit und hat am Ende des Monats kein Geld zur Verfügung, hilft eine Organisation der Finanzen durch klar festgelegte Budgets und ein Haushaltsbuch. 

In diesem Artikel werden zwei Geschäftszweige vorgestellt, die ohne großen zeitlichen Aufwand betrieben werden können, indem das operative Geschäft fast vollständig an Dienstleister oder Freelancer ausgelagert wird. Dabei gilt, je mehr Startkapital einem selbst zur Verfügung steht, desto weniger Zeit muss man selbst investieren. Natürlich funktionieren diese Strategien auch, wenn man wenig oder kein Startkapital zur Verfügung hat, im Gegenzug aber über zeitliche Kapazitäten verfügt. 

Verkauf über KDP 

Der E-Book Markt ist in den letzten Jahren stark gewachsen und bietet Autoren oder Unternehmern die Möglichkeit, Inhalte in Form von digitalen Büchern ohne hohen Produktionsaufwand oder Verlag bereitzustellen. Über Selfpublishing-Anbieter wie Amazon KDP ist jeder in der Lage, ein eigenes Buch auf dem größten B2C-Marktplatz Amazon zu verkaufen. Dort kann es mit verschiedenen internen Marketingmethoden beworben und einem großen Zielpublikum ausgespielt werden. Mittlerweile lassen sich Bücher über den Print-on-Demand-Service sogar als Druckausgabe veröffentlichen. Um möglichst zeitsparend über Amazon KDP Bücher verkaufen zu können, eignet sich die Cashflow-Strategie: 

Auf Amazon kann man grundsätzlich zwei Strategien fahren: Cashflow und Brandbuilding. Ersteres eignet sich besonders für Gründer, die bei geringerem Zeiteinsatz einen höheren finanziellen Ertrag erzielen möchten. Der Grund dafür ist, dass man sich nicht auf ein bestimmtes Thema beschränken muss, auf externes Marketing verzichten kann und jedes neue Produkt anhand einer immer gleichbleibenden Arbeitsabfolge auf den Markt bringt. Durch diesen standardisierten Prozess lassen sich viele Aufgaben outsourcen und der zeitliche Aufwand sinkt. Im Bereich E-Books betrifft das zunächst die Erstellung der Inhalte (Ghostwriting) sowie Gestaltung und Formatierung des Buchs. Später können auch Marktrecherche und Marketing ausgelagert werden. 

Bei der Erstellung von Inhalten es besonders wichtig, auf eine hohe Qualität der Texte zu achten. Andernfalls wird sich das Buch durch negative Rezensionen langfristig nicht verkaufen. Damit das gewählte Thema auch den Wünschen und Interessen der Kunden entspricht, steht vor jedem Buch eine ausführliche Marktrecherche. Dort sucht man mit entsprechenden Tools nach Themen, die eine hohe Nachfrage bei verbesserungsbedürftigem Angebot haben. Zu diesem Thema erstellt man ein Inhaltsverzeichnis und lässt dieses von einem Ghostwriter ausarbeiten. Diesen findet man z.B. auf Content.de (am besten Spezialist für gewähltes Thema wählen).

Nach der Produktion geht an Formatierung und Gestaltung des Buchs. Sofern man sich nicht mit den entsprechenden Programmen auskennt (InDesign, Word, Photoshop, Illustrator), sollte man diese Aufgabe immer auslagern. Das Cover entscheidet letztendlich zu einem großen Teil mit, ob jemand auf das Produktlisting klickt. Je nach Budget findet man gute Dienstleister in dem Bereich auf Fiverr.de oder 99Designs. Letzterer Service hat den Vorteil, dass man einen Designwettbewerb starten und am Ende aus vielen Vorschlägen das finale Design auswählen kann. Die restliche Arbeit, also der Launch auf Amazon, sollte zumindest einmal selbst durchgeführt werden. Andernfalls wird man die Arbeit von Agenturen nie bewerten können und kann bei Problemen nicht selbst eingreifen. 

Partnernet Strategie

Eine weitere Strategie, die ebenfalls optimal nebenberuflich gestartet werden kann, ist die Vermittlung von Amazon-Produkten über das sogenannte PartnerNet (Affiliate-Marketing). Im Vergleich zu Amazon KDP ist dauert es bei dieser Strategie etwas länger, bis man einen relevanten Betrag dazuverdient. Der Grund dafür ist, dass Affiliate-Marketing immer Reichweite erfordert, die erstmal aufgebaut werden muss. Das kann z.B. über Social-Media oder einen Blog geschehen. Um möglichst viele Aufgaben outsourcen zu können, wäre hier ebenfalls eine von der Person abgekoppelte Strategie ratsam (z.B. Aufbau eines Themenblogs). Besonders der Aufbau eines Blogs kann sehr gut an andere Personen outgesourct werden, die Experten in den betreffenden Bereichen sind (IT, Website-Erstellung, SEO (Suchmaschinen-Optimierung), SEA (bezahlte Werbeanzeigen).

Ein Blog hat den Vorteil, dass Affiliate-Links direkt in den Texten bzw. überall auf der Website platziert werden können. Bei YouTube steht einem nur die Videobeschreibung, bei Instagram nur das Profil (mit einem Link) zur Verfügung. Aber wo bekommt man die Links eigentlich her? Wer Amazon-Produkte empfehlen möchte, muss sich zunächst bei Amazon Partnernet anmelden. Von dort aus kann zu Millionen von Produkten, ein solcher Link erstellt werden. Sobald ein Kunde etwas über diesen Link kauft, erhält man selbst eine Provision auf den Warenkorb (auch für nicht verlinkte Zusatzprodukte).

Wie bei E-Books gilt auch hier, dass eine langfristige und qualitätsorientierte Denkweise zum Erfolg führt. Das bedeutet, Blogartikel müssen den Lesern einen echten Mehrwert bieten. Am besten spezialisiert man sich auf einem bestimmten Gebiet und positioniert seine Seite dort als Anlaufstelle Nummer Eins. 

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